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In den 1960er-Jahren errichteten die Engadiner Kraftwerke AG (EKW) die Staumauer Punt dal Gall am Rande des Schweizerischen Nationalparks (SNP) direkt an der Grenze zu Italien. Damals wurden wasserbenetzte Anlageteile teilweise mit Korrosionsschutzanstrichen behandelt, die polychlorierte Biphenyle (PCB) enthielten. PCB wurden zu jener Zeit aufgrund ihrer technischen Eigenschaften in verschiedenen Anwendungen eingesetzt. Sie sind langlebige und hochgiftige organische Stoffe, die sich in der Umwelt kaum abbauen und in den Nahrungsketten anreichern. Sie sind seit den 1970er-Jahren international verboten und müssen bei Sanierungsarbeiten fachgerecht entfernt und entsorgt werden.

Bei Revisionsarbeiten an der Staumauer Punt dal Gall im September 2016 kam es zu einem gravierenden Zwischenfall, bei dem der Spöl-Bach mit PCB belastet wurde (mehr dazu weiter unten auf dieser Seite).

Nach 10 Jahren mit Reinigungen, Teilsanierungen, langwierigen Verhandlungen und Projekterarbeitung kann die Bachbettsanierung 2026 erfolgen. Der Fall Spöl zeigt, wie lange es trotz klar nachweisbaren, grossen Verschmutzungen und einschlägigen gesetzlichen Bestimmungen dauern kann, bis eine Sanierung umgesetzt werden kann.

Der Wegabschnitt von der Staumauer Punt dal Gall nach Punt Periv wird bis zum Abschluss der Arbeiten und der Wiederinstandstellung des Flussbettes durch ökologische Hochwasser bis 2027 geschlossen bleiben.

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Spölsanierung Perimeter

Der Spöl-Bach fliesst von der Staumauer Punt dal Gall (Lago di Livigno) an der Landesgrenze zu Italien durch das Spöltal ins Ausgleichsbecken Ova Spin. (Daten: SNP, swisstopo ©SNP 2024/03)