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Linguistic Landscapes im Naturschutzgebiet: Sprachliche Grenzziehungen im Schweizerischen Nationalpark
Florian Busch (Uni Bern), Katja Wey (Uni Bern)
Ausgangslage
Naturschutzgebiete sind nicht nur geografisch abgegrenzte Räume. Sie entstehen auch durch Sprache und Zeichen. Schilder mit «Allegra» am Eingang des Nationalparks oder Begriffe wie «Wildnis» oder «unberührte Natur» im Wanderführer prägen unsere Wahrnehmung dieser Räume. Dies wird im Schweizerischen Nationalpark (SNP) besonders deutlich. Er gilt als streng geschützter Raum, wird aber durch Schilder, Wegweiser, Regeln, Beschilderungen und Erzählungen aktiv gestaltet.
Ziel
Sprache stellt Grenzen her, erklärt Verbote, vermittelt Naturwissen und beeinflusst, wie Besucher:innen den Park verstehen. Während ökologische und historische Aspekte gut erforscht sind, wurde die sprachliche und visuelle Gestaltung solcher Schutzgebiete noch wenig untersucht. Die geplante Masterarbeit leistet hier einen Beitrag, indem sie analysiert, wie Schilder, Karten und sichtbare (Begleit-)Texte den SNP und seine Grenzen darstellen und welche Vorstellungen von Natur vermittelt werden.
Projekt-Laufzeit
von Februar bis Dezember 2026Projektstand
LaufendKontakt
Stefanie Gubler
Laupenstrasse 7
3008 Bern
scnat.ch/de
