{"id":22332,"date":"2010-06-02T10:04:59","date_gmt":"2010-06-02T08:04:59","guid":{"rendered":"http:\/\/localhost\/wp_nationalpark\/medianews\/medienmitteilungen-2010\/val-muestair-und-nationalpark-bilden-ein-gemeinsames-unesco-biosphaerenreservat\/"},"modified":"2010-06-02T10:04:59","modified_gmt":"2010-06-02T08:04:59","slug":"val-muestair-und-nationalpark-bilden-ein-gemeinsames-unesco-biosphaerenreservat-2","status":"publish","type":"medianews_cpt","link":"https:\/\/nationalpark.ch\/rm\/medianews\/val-muestair-und-nationalpark-bilden-ein-gemeinsames-unesco-biosphaerenreservat-2\/","title":{"rendered":"Val M\u00fcstair und Nationalpark bilden ein gemeinsames UNESCO Biosph\u00e4renreservat"},"content":{"rendered":"<p>Medienmitteilung des Bundesamtes f\u00fcr Umwelt BAFU vom 2. Juni 2010<\/p>\n<p><strong>Val M\u00fcstair und Nationalpark bilden ein gemeinsames UNESCO Biosph\u00e4renreservat<\/strong><br \/>\nBern, 2. Juni 2010 \u2013 Der Schweizerische Nationalpark ist das \u00e4lteste UNESCO Biosph\u00e4renreservat der Schweiz. Durch den Zusammenschluss mit der Val M\u00fcstair wurde die Fl\u00e4che mehr als verdoppelt und es erf\u00fcllt nun teilweise die seit 1995 g\u00fcltigen Vorgaben der UNESCO. Die UNESCO hat der Erweiterung am 2. Juni 2010 zugestimmt, aber gleichzeitig bis 2013 die vollst\u00e4ndige Erf\u00fcllung der Vorgaben verlangt.<\/p>\n<p>Der Schweizerische Nationalpark im Kanton Graub\u00fcnden wurde 1979 zum ersten UNESCO Biosph\u00e4renreservat der Schweiz erkl\u00e4rt. 31 Jahre sp\u00e4ter wird das streng gesch\u00fctzte Gebiet mit der Val M\u00fcstair durch eine Pflege- und Entwicklungszone im Sinne der Sevilla-Strategie der UNESCO erg\u00e4nzt (siehe Kasten 1). Die UNESCO hat diese Erweiterung am 2. Juni 2010 gutgeheissen, obwohl die Vorgaben noch nicht vollst\u00e4ndig erf\u00fcllt sind. Eine Schweizer Delegation hat dem Entscheidgremium des UNESCO MAB-Programms (Man and Biosphere), dem Internationalen Koordinationsrat (ICC) und seinem Ausschuss in Paris das Projekt und die spezielle Situation eines demokratischen Vorgehens zus\u00e4tzlich erl\u00e4utert, Ende Januar hatte das zust\u00e4ndige UNESCO-Expertengremium das Gesuch noch zur Zur\u00fcckweisung empfohlen.<\/p>\n<p>In seinem Entscheid hat der ICC insbesondere die Anstrengungen der Bev\u00f6lkerung in der Val M\u00fcstair gew\u00fcrdigt, auf demokratischem Weg einen regionalen Naturpark zu errichten und zusammen mit dem Schweizerischen Nationalpark langfristig ein UNESCO Biosph\u00e4renreservat zu betreiben. Gleichzeitig hat der ICC \u00fcbereinstimmend mit dem 2008 in Madrid beschlossenen Aktionsplan (Madrid Action Plan) von der Schweiz verlangt, dass die Anforderungen an eine Pflegezone, welche die Kernzone Nationalpark vollst\u00e4ndig umgeben muss, bis Ende 2013 gesamthaft erf\u00fcllt sind. Zudem verlangt die UNESCO bis zu diesem Zeitpunkt einen Managementplan f\u00fcr die gesamte Biosph\u00e4re.<\/p>\n<p>Das erweiterte UNESCO Biosph\u00e4renreservat Val M\u00fcstair-Parc Naziunal besteht nun einerseits aus dem Schweizerischen Nationalpark mit der streng gesch\u00fctzten Kernzone und anderseits aus der Val M\u00fcstair, das die Pflege- und Entwicklungszone (Kasten 2) bildet. Die Fl\u00e4che des Biosph\u00e4renreservats hat sich damit mehr als verdoppelt auf 371 Quadratkilometer und es umfasst neu nicht ausschliesslich Wildnisgebiet, sondern auch Kulturlandschaft, die \u00fcber eine hohe Biodiversit\u00e4t verf\u00fcgt. Um diese zu sichern, ist eine nachhaltige Nutzung in der Pflegezone erforderlich, mit dem Ziel, st\u00f6rende Einfl\u00fcsse auf die Kernzone m\u00f6glichst zu beschr\u00e4nken. Damit ist die Pflegezone vorwiegend f\u00fcr die land- und waldwirtschaftliche Nutzung vorgesehen. Die Entwicklungszone dient als Siedlungs- und Wirtschaftsraum mit vielf\u00e4ltiger nachhaltiger Nutzung des Bodens. Die Voraussetzungen dazu hat die Val M\u00fcstair mit der Charta und dem Managementplan f\u00fcr einen Regionalen Naturpark geschaffen. Die UNESCO Biosph\u00e4re Val M\u00fcstair-Parc Naziunal entspricht nun weitgehend den Anforderungen der UNESCO an ein modernes Biosph\u00e4renreservat.<\/p>\n<p>Noch h\u00e4ngig ist das Gesuch des Kantons Graub\u00fcnden, das er im Januar 2010 beim Bundesamt f\u00fcr Umwelt BAFU zur Verleihung des Labels Regionaler Naturpark an die Biosfera Val M\u00fcstair eingereicht hatte. Das BAFU entscheidet im Sp\u00e4tsommer dar\u00fcber.<\/p>\n<p>Kasten 1: Die Sevilla-Strategie der UNESCO<br \/>\nDie Sevilla-Strategie ist die von der Generalkonferenz der UNESCO 1995 genehmigte internationale Strategie der Biosph\u00e4renreservate. Sie legt die Regeln fest f\u00fcr die Bezeichnung neuer sowie f\u00fcr die Erweiterung bestehender Biosph\u00e4renreservate. Zudem verlangt sie, dass sich die vor 1995 aufgenommenen Reservate bis 2013 den Vorgaben anpassen.<\/p>\n<p>Kasten 2: Die Biosph\u00e4renreservate gem\u00e4ss der Sevilla-Strategie<br \/>\nEine Region kann als UNESCO Biosph\u00e4renreservat anerkannt werden, wenn sie:<br \/>\n\u2022 repr\u00e4sentative \u00d6kosysteme der biogeografischen Regionen der Welt umfasst;<br \/>\n\u2022 von grosser Wichtigkeit ist f\u00fcr die Erhaltung der Biodiversit\u00e4t;<br \/>\n\u2022 eine nachhaltige Entwicklung sowie Forschung auf diesem Gebiet erm\u00f6glicht;<br \/>\n\u2022 eine oder mehrere Kernzonen besitzt, die von einer Pflegezone umgeben sind, die den Schutz der \u00d6kosysteme sichert, sowie eine Entwicklungszone, in der eine nachhaltige Nutzung der Ressourcen m\u00f6glich ist;<br \/>\n\u2022 Sich in eine Organisationsform einf\u00fcgt, die unter anderem die Mitwirkung der Bev\u00f6lkerung und wichtiger Akteure vorsieht.<\/p>\n<p>Ein Teil dieser Kriterien entspricht den Vorgaben f\u00fcr einen regionalen Naturpark, die im Eidgen\u00f6ssischen Natur- und Heimatschutzgesetz (NHG) festgelegt sind. Deshalb k\u00f6nnen in der Schweiz nur Regionen, die \u00fcber das Parklabel verf\u00fcgen, eine Kandidatur f\u00fcr ein UNESCO Biosph\u00e4renreservat einreichen.<\/p>\n<p>Ausk\u00fcnfte<br \/>\n\u2022 Bruno Stephan Walder, Chef Sektion Landschaften von nationaler Bedeutung, Bundesamt f\u00fcr Umwelt BAFU, Tel. 079 312 92 59<br \/>\n\u2022 Andrea H\u00e4mmerle, Nationalrat, Biosph\u00e4renreservatsrat, Tel. 079 598 06 86<\/p>\n<p>Beilagen<br \/>\n\u2022 <a href=\"\/tasks\/sites\/de\/assets\/File\/karte_Anreise_biosfera_20105932.JPG\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Karte<\/a><br \/>\n\u2022 <a href=\"\/tasks\/sites\/de\/assets\/File\/_DSC1583_e_Rombach_mit_Kloster_Son_Jon_M_stair7906.JPG\">Foto<\/a><\/p>\n<p>Internet<br \/>\n\u2022 <a href=\"http:\/\/www.biosfera.ch\/aktuell\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">http:\/\/www.biosfera.ch\/aktuell<\/a><br \/>\n\u2022 <a href=\"http:\/\/portal.unesco.org\/science\/en\/ev.php-URL_ID=6393&amp;URL_DO=DO_TOPIC&amp;URL_SECTION=201.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">http:\/\/portal.unesco.org\/science\/en\/ev.php-URL_ID=6393&amp;URL_DO=DO_TOPIC&amp;URL_SECTION=201.html<\/a><br \/>\n\u2022 <a href=\"http:\/\/www.unesco.ch\/die-unesco-und-die-schweiz\/biosphaeren-in-der-schweiz\/schweizerischer-nationalpark.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">http:\/\/www.unesco.ch\/die-unesco-und-die-schweiz\/biosphaeren-in-der-schweiz\/schweizerischer-nationalpark.html<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"template":"","medianews_category":[],"class_list":["post-22332","medianews_cpt","type-medianews_cpt","status-publish","hentry"],"acf":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v28.5 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Val M\u00fcstair und Nationalpark bilden ein gemeinsames UNESCO Biosph\u00e4renreservat - Parc Naziunal Svizzer<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/nationalpark.ch\/rm\/medianews\/val-muestair-und-nationalpark-bilden-ein-gemeinsames-unesco-biosphaerenreservat-2\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"ro_RO\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Val M\u00fcstair und Nationalpark bilden ein gemeinsames UNESCO Biosph\u00e4renreservat - Parc Naziunal Svizzer\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Medienmitteilung des Bundesamtes f\u00fcr Umwelt BAFU vom 2. 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