{"id":22204,"date":"2023-05-22T10:03:46","date_gmt":"2023-05-22T08:03:46","guid":{"rendered":"http:\/\/localhost\/wp_nationalpark\/medianews\/medienmitteilungen-2014\/zustand-der-fischpopulation-im-spoel\/"},"modified":"2023-05-22T10:03:46","modified_gmt":"2023-05-22T08:03:46","slug":"zustand-der-fischpopulation-im-spoel-2","status":"publish","type":"medianews_cpt","link":"https:\/\/nationalpark.ch\/rm\/medianews\/zustand-der-fischpopulation-im-spoel-2\/","title":{"rendered":"Zustand der Fischpopulation im Sp\u00f6l"},"content":{"rendered":"\n<p><strong style=\"font-size: 12px\">Die im Dezember 2013 durchgef&uuml;hrten Kartierungen der Laichpl&auml;tze der Bachforelle zeigen im Vergleich zu den Vorjahren das erwartete Bild: Es konnten nur rund ein Viertel der Laichpl&auml;tze gefunden werden. Erfreulich ist die Tatsache, dass im erstmals untersuchten, unteren Abschnitt des Sp&ouml;ls eine ausreichende Laichaktivit&auml;t herrscht, die eine nat&uuml;rliche Wiederbesiedlung des Sp&ouml;ls in den n&auml;chsten Jahren erwarten l&auml;sst.<\/strong><\/p>\n<p>In der Nacht vom 29. zum 30. M&auml;rz 2013 f&uuml;hrte Feinsedimenteintrag in die Dotieranlage des Stausees Livigno zum Ausfall der Restwasserabgabe und zur Verschlammung und zeitweisen Trockenlegung des Sp&ouml;lbachs im Schweizerischen Nationalpark (SNP). Zahlreiche Fische verendeten. Der Vorfall war umso bedauerlicher, da die Engadiner Kraftwerke (EKW) zusammen mit dem Amt f&uuml;r Jagd und Fischerei des Kantons Graub&uuml;nden und der Forschungskommission des SNP seit mehr als zehn Jahren die Verbesserung der fluss&ouml;kologischen Verh&auml;ltnisse im Sp&ouml;l mittels eines innovativen, dynamisierten Restwasserregimes angestrebt und auch erreicht hatten.<\/p>\n<p>Die begleitenden &ouml;kologischen Untersuchungen zu diesem dynamisierten Restwassersystem erlaubten es nun auch, einen detaillierten Vergleich der Verh&auml;ltnisse bei den Bachforellen im vom Ungl&uuml;ck betroffenen Flussabschnitt zu machen, indem im Dezember wie in den Vorjahren eine Laichplatzkartierung durchgef&uuml;hrt wurde.<\/p>\n<p>Auf der 1,6 km langen Strecke begehen 2 Parkw&auml;chter des Schweizerischen Nationalparks mit langj&auml;hriger Erfahrung im Erkennen von Laichgruben der Bachforellen den Sp&ouml;l. Identifizierte Laichgruben werden mit dem GPS eingemessen. Die ganze Aufnahme wird so schonend wie m&ouml;glich durchgef&uuml;hrt, damit keine Laichgruben bei der Erfassung zerst&ouml;rt werden. In den letzten Jahren wurde immer nur der obere Abschnitt des Sp&ouml;ls zwischen Punt Periv und Punt dal Gall erfasst, auf Ersuchen der Taskforce wurde dieses Jahr die Strecke bis knapp vor die maximale Staukote des Lai da l&#8217;Ova Spin erfasst, um einen Eindruck &uuml;ber den Zustand im ganzen Abschnitt zu erhalten. Ein Vergleich mit den Vorjahren ist damit zwischen Punt Periv und der Staukote 1630 nicht m&ouml;glich.<\/p>\n<p>Die Resultate zeigen ein positives und ein erwartetes Bild. Aufgrund der Erkenntnisse, dass unterhalb von Punt Periv Wasser aus den Seitenb&auml;chen einem Teil der Bachforellen ein &Uuml;berleben erm&ouml;glicht hat, konnte eine gute Laichplatzdichte in diesem Abschnitt erwartet werden. Die geringe Zahl der Laichversuche im Vergleich zu den Laichgruben deutet auch darauf hin, dass grunds&auml;tzlich ein gutes Substrat zum Ablaichen vorhanden ist, und dass die Nachsp&uuml;lung des Flussbetts im vergangenen Juli erfolgreich war.<\/p>\n<p>Die Wassermenge bei der Sp&uuml;lung konnte dank den mehrj&auml;hrigen Erfahrungen mit k&uuml;nstlichen Hochwassern optimal gesteuert werden.<\/p>\n<p> Ab Punt Periv flussaufw&auml;rts ist ein Vergleich mit den Vorjahren m&ouml;glich. Hier wurden im Vergleich knapp einen Viertel der Laichgruben (38) und keine Laichversuche gez&auml;hlt. Positiv ist, dass bereits wieder 25 Prozent der Anzahl des Vorjahres gez&auml;hlt werden konnten. Dies ist ein Hinweis darauf, dass die Fische ihren wiederhergestellten Lebensraum erneut besiedeln. Allerdings sind es bisher nur 25 Prozent im Vergleich zu den Zahlen im Vorjahr. Dies zeigt, dass die Fische noch Zeit brauchen, um in gr&ouml;sserer Zahl auch wieder in den obersten Sp&ouml;labschnitt einzuwandern und sich dort zu vermehren. Die aquatischen Kleinlebewesen, zum grossen Teil Wasserinsekten, konnten dagegen den Sp&ouml;l auch &uuml;ber den &laquo;Luftweg&raquo; schneller erreichen und besiedeln. Die nat&uuml;rliche Regeneration hat also bereits begonnen und die Taskforce ist in ihrer Haltung best&auml;rkt, dem Fluss&ouml;kosystem die Zeit zu geben, die es braucht, um sich ohne k&uuml;nstlichen Fischbesatz wieder zu erholen.<\/p>\n<\/p>\n<p> Anzahl Zeichen: 3290 (ohne Lead)<\/p>\n<p>Weitere Informationen:<\/p>\n<p>Amt f&uuml;r Jagd und Fischerei (Task-Force Leitung)<br \/> Dr. Marcel Michel<br \/> Tel. 081 257 38 94<br \/> marcel.michel@ajf.gr.ch<\/p>\n<p> SCHWEIZERISCHER NATIONALPARK<br \/> Ruedi Haller, Leiter Forschung und Geoinformation<br \/> Tel. 081 851 41 11<br \/> rhaller@nationalpark.ch<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"template":"","medianews_category":[],"class_list":["post-22204","medianews_cpt","type-medianews_cpt","status-publish","hentry"],"acf":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v28.5 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Zustand der Fischpopulation im Sp\u00f6l - Parc Naziunal Svizzer<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/nationalpark.ch\/rm\/medianews\/zustand-der-fischpopulation-im-spoel-2\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"ro_RO\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Zustand der Fischpopulation im Sp\u00f6l - Parc Naziunal Svizzer\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Die im Dezember 2013 durchgef&uuml;hrten Kartierungen der Laichpl&auml;tze der Bachforelle zeigen im Vergleich zu den Vorjahren das erwartete Bild: Es konnten nur rund ein Viertel der Laichpl&auml;tze gefunden werden. 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