{"id":22431,"date":"2019-12-09T10:02:07","date_gmt":"2019-12-09T09:02:07","guid":{"rendered":"http:\/\/localhost\/wp_nationalpark\/medianews\/medienmitteilungen-2019\/eine-vision-fuer-die-weiterentwicklung-der-region-engiadina-bassa-val-muestair\/"},"modified":"2026-01-10T00:14:55","modified_gmt":"2026-01-09T23:14:55","slug":"eine-vision-fuer-die-weiterentwicklung-der-region-engiadina-bassa-val-muestair","status":"publish","type":"medianews_cpt","link":"https:\/\/nationalpark.ch\/it\/medianews\/eine-vision-fuer-die-weiterentwicklung-der-region-engiadina-bassa-val-muestair\/","title":{"rendered":"Eine Vision f\u00fcr die Weiterentwicklung der Region Engiadina Bassa \/ Val M\u00fcstair"},"content":{"rendered":"<p><u>Medienmitteilung der Region Engiadina Bassa Val M\u00fcstair\u00a0vom 9. Dezember 2019<\/u><\/p>\n<p><strong>Eine Vision f\u00fcr die Weiterentwicklung\u00a0der Region Engiadina Bassa \/ Val M\u00fcstair<\/strong><\/p>\n<p><strong>Wie k\u00f6nnen der Regionale Naturpark Biosfera Val M\u00fcstair, das <a href=\"\/de\/about\/ueber-uns\/unesco-biosfera-engiadina-val-muestair\/\">UNESCO-Biosph\u00e4renreservat <\/a>Engiadina Val M\u00fcstair und der Schweizerische Nationalpark so weiterentwickelt werden, dass deren Potential optimal ausgesch\u00f6pft werden kann? Die Regiun Engiadina Bassa \/ Val M\u00fcstair (EBVM) gab Anfang Jahr eine Machbarkeitsstudie in Auftrag, um Antworten auf diese Frage zu erhalten. Die Resultate liegen nun vor \u2013 und weisen neue, interessante Perspektiven aus.\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Die Region EBVM verf\u00fcgt \u00fcber drei national und auch international anerkannte Gebiete \u2013 der Regionale Naturpark Biosfera Val M\u00fcstair, das UNESCO-Biosph\u00e4renreservat Engiadina Val M\u00fcstair und der Schweizerische Nationalpark. Die strategisch Verantwortlichen dieser Institutionen sowie der drei Gemeinden Scuol, Val M\u00fcstair und Valsot haben das Potenzial f\u00fcr die gemeinsame Weiterentwicklung dieser Gebiete identifiziert und unter der Tr\u00e4gerschaft der Region eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben. Der Studienautor Prof. Dr. Dominik Siegrist \u2013 Institut f\u00fcr Landschaft und Freiraum, Fachbereich naturnaher Tourismus und P\u00e4rke an der Hochschule f\u00fcr Technik Rapperswil \u2013 wertete in den vergangenen neun Monaten relevante Grundlagen aus, f\u00fchrte Interviews und organisierte einen Workshop mit rund drei Dutzend Vertreter\/innen von regionalen und kantonalen Institutionen und Organisationen. Ein von der Region eingesetzter Lenkungsausschuss mit Verantwortungstr\u00e4gern aus allen involvierten Gemeinden und Institutionen begleitete und unterst\u00fctzte die Entwicklung der Studie.<\/p>\n<p>Als zentrale Schlussfolgerung der Studie resultiert die Einsch\u00e4tzung, dass die Weiterentwicklung grunds\u00e4tzlich machbar ist und f\u00fcr die Region einen Mehrwert ausl\u00f6sen w\u00fcrde. Weiterentwicklung bedeutet: Der Regionale Naturpark w\u00fcrde neu integral die Gemeindegebiete von Val M\u00fcstair, Scuol und Valsot umfassen, das UNESCO-Biosph\u00e4renreservat neu ebenfalls die Gebiete der drei Gemeinden sowie als Kernzone, wie bereits heute, den Schweizerischen Nationalpark.<\/p>\n<p><strong>Welcher Mehrwert?<\/strong><\/p>\n<p>Der Mehrwert, welcher durch ein entsprechendes Weiterentwicklungsprojekt erschlossen werden k\u00f6nnte, besteht in erster Linie in der verst\u00e4rkten Sichtbarkeit der Region und einer erh\u00f6hten wirtschaftlichen Wertsch\u00f6pfung. Ein Regionaler Naturpark wird durch finanzielle Mittel von Bund und Kanton bei der Inwertsetzung von Natur- und Kulturlandschaften, wie sie f\u00fcr die Region EBVM charakteristisch sind, unterst\u00fctzt. Erg\u00e4nzend dazu bietet das UNESCO-Label, welches direkt keine zus\u00e4tzlichen finanziellen Mittel ausl\u00f6st, eine international bekannte Marke, welche f\u00fcr die touristische Vermarktung erfolgversprechend eingesetzt werden kann. Schweizweit gibt es derzeit nur zwei UNESCO-Biosph\u00e4renreservate, eines im Entlebuch und eines in der Regiun EBVM. Gem\u00e4ss der Studie k\u00f6nnte die Region erheblich profitieren, wenn das einzigartige UNESCO-Label noch gezielter vermarktet w\u00fcrde und wenn f\u00fcr die Positionierung von regionalen Produkten, f\u00fcr die touristische Angebotsentwicklung sowie f\u00fcr die St\u00e4rkung der regionalen Wirtschaft die Mittel eingesetzt werden k\u00f6nnten, welche der Region f\u00fcr einen Regionalen Naturpark zufliessen w\u00fcrden. Dies erkl\u00e4rt, weshalb es gleichzeitig eines Regionalen Naturparks und eines UNESCO-Biosph\u00e4renreservats bedarf.<\/p>\n<p>Die Studie pr\u00fcfte im Rahmen der Weiterentwicklungsoptionen verschiedene Gebiets-Varianten. Dabei zeigte sich, dass mit einem grossen Perimeter die Potenziale am effektivsten erschlossen werden k\u00f6nnten. Gem\u00e4ss dieser Variante w\u00fcrden die gesamten Gemeindegebiete von Scuol, Val M\u00fcstair und Valsot sowie \u2013 in unver\u00e4nderter Form \u2013 der Schweizerische Nationalpark in die Weiterentwicklung einbezogen. In diesen Gemeinden w\u00e4ren der Regionale Naturpark und das UNESCO-Biosph\u00e4renreservat fl\u00e4chenm\u00e4ssig deckungsgleich, was neben der Finanzierung und Vermarktung auch eine schlanke Organisation und einen einheitlichen Auftritt erm\u00f6glicht.<\/p>\n<p>Aktuell bildet die Gemeinde Val M\u00fcstair den Regionalen Naturpark, welcher auch Teil des UNESCO-Biosph\u00e4renreservats ist. Teile des Gemeindegebiets von Scuol bilden bereits Teil des UNESCO-Biosph\u00e4renreservats. Valsot geh\u00f6rt heute weder dem Regionalen Naturpark noch dem UNESCO-Biosph\u00e4renreservat an. Die grosse Perimeter-Variante l\u00e4sst die Option offen, dass zu einem sp\u00e4teren Zeitpunkt weitere interessierte Gemeinden miteinbezogen werden k\u00f6nnten und so das gesamte Gebiet dynamisch weiterentwickelt werden k\u00f6nnte. Im Rahmen der Machbarkeitsstudie kam den Gemeinden Samnaun und Zernez sowie die Gemeinden der La Plaiv im Oberengadin ein Beobachterstatus zu.<\/p>\n<p><strong>Mehr Schutz?<\/strong><\/p>\n<p>Die Mehrheit der Personen, welche im Rahmen der Studie befragt wurden, schreiben dem Weiterentwicklungsprojekt grosse Chancen zu. Diese Akzeptanz ist mitunter auch entscheidend f\u00fcr die Machbarkeit, welche die Studie dem Projekt attestieren. Das am h\u00e4ufigsten genannte Risiko bei der Beurteilung der Machbarkeit stellt die Frage dar, ob infolge einer Weiterentwicklung mehr Auflagen f\u00fcr den Naturschutz zum Tragen kommen w\u00fcrden. Hier ist die rechtliche Grundlage, welche die Studie im Detail er\u00f6rtert, klar: Der Perimeter, welcher f\u00fcr die Weiterentwicklung in Frage kommt, erf\u00fcllt aufgrund der aktuellen Gegebenheiten sowohl die rechtlichen Vorgaben an einen Regionalen Naturpark als auch die Richtlinien der UNESCO. In einem Naturpark gelten die bereits bestehenden rechtlichen Grundlagen, ohne dass zus\u00e4tzliche Auflagen geschaffen werden. Auch in dieser Hinsicht ist es besonders wertvoll, auf die praktischen Erfahrungen, welche in den vergangenen zehn Jahren im Val M\u00fcstair gemacht wurden, zur\u00fcckgreifen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Ein UNESCO-Biosph\u00e4renreservat ist grunds\u00e4tzlich in drei Zonen unterteilt; in eine Pflegezone und eine Entwicklungszone, welche mit dem Weiterentwicklungsprojekt erweitert w\u00fcrden und in welchen die Inwertsetzung von Natur- und Kulturwerten resp. die F\u00f6rderung einer nachhaltigen Wirtschaft priorit\u00e4r verfolgt werden, sowie in eine Kernzone, in welcher der Schutz der Natur oberste Priorit\u00e4t hat. Im UNESCO-Biosph\u00e4renreservat Engiadina Val M\u00fcstair wird die Kernzone durch den Nationalpark gebildet und w\u00fcrde im Rahmen eines Weiterentwicklungsprojekts unver\u00e4ndert bestehen bleiben.<\/p>\n<p>Die Studie zeigt auf, wie sich die Region mit ihren authentischen Werten und St\u00e4rken zu einer Modellregion f\u00fcr nachhaltige Entwicklung im Sinne eines UNESCO-Biosph\u00e4ren-reservats entwickelt hat. Unter der Voraussetzung, dass die politischen Instanzen und die Bev\u00f6lkerung diesen Weg der nachhaltigen Entwicklung zukunftsgerichtet fortschreiten wollen, bilden der Regionale Naturpark und das UNESCO-Biosph\u00e4renreservat dazu koh\u00e4rente Instrumente. Diese generieren in kombinierter Form und in einem erweiterten Perimeter mehr Mittel und eine gr\u00f6ssere Wirkung.<\/p>\n<p><strong>Gemeinder\u00e4te resp. Gemeindevorst\u00e4nde sagen Ja<\/strong><\/p>\n<p>Die Gemeinder\u00e4te resp. Gemeindevorst\u00e4nde der involvierten Gemeinden Scuol, Val M\u00fcstair und Valsot haben sich auf der Grundlage der Machbarkeitsstudie daf\u00fcr ausgesprochen, die gepr\u00fcfte Vision f\u00fcr die Weiterentwicklung der Region weiterzuverfolgen. In einer n\u00e4chsten Phase soll das Weiterentwicklungsprojekt unter Mitwirkung der Bev\u00f6lkerung im Detail ausgearbeitet werden. Vorgesehen ist, dass auch in dieser Projektphase die Regiun EBVM die Tr\u00e4gerschaft \u00fcbernimmt. \u00dcber die Projektorganisation entscheidet die Pr\u00e4sidentenkonferenz voraussichtlich in ihrer Januar-Sitzung. Den definitiven Entscheid \u00fcber die Umsetzung des detailliert ausgearbeiteten Projekts trifft die stimmberechtigte Bev\u00f6lkerung. Der Betrieb einer weiterentwickelten Institution w\u00fcrde fr\u00fchestens im Jahr 2025 starten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Scuol 09.12.19<\/p>\n<p>________________________________________________________________________<\/p>\n<p>Die Studie inkl. Zusammenfassung ist publiziert unter:\u00a0<a href=\"http:\/\/www.regiunebvm.ch\/\">www.regiunebvm.ch<\/a><\/p>\n<p>________________________________________________________________________<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong><u>Auskunftspersonen<\/u><\/strong><\/p>\n<p><u>Regiun EBVM\u00a0<\/u><\/p>\n<p>Philipp Gunzinger, Pr\u00e4sident Forum Regiun EBVM und Vorsitzender Lenkungsausschuss Machbarkeitsstudie<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><u>Gemeinde Scuol<\/u><\/p>\n<p>Christian Fanzun, Gemeindepr\u00e4sident und Mitglied Lenkungsausschuss Machbarkeitsstudie<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><u>Gemeinde Val M\u00fcstair<\/u><\/p>\n<p>Rico Lamprecht, Gemeindepr\u00e4sident und Mitglied Lenkungsausschuss Machbarkeitsstudie<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><u>Gemeinde Valsot<\/u><\/p>\n<p>Victor Peer, Gemeindepr\u00e4sident und Mitglied Lenkungsausschuss Machbarkeitsstudie<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"template":"","medianews_category":[26],"class_list":["post-22431","medianews_cpt","type-medianews_cpt","status-publish","hentry","medianews_category-26"],"acf":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v28.5 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Eine Vision f\u00fcr die Weiterentwicklung der Region Engiadina Bassa \/ Val M\u00fcstair - Parco Nazionale Svizzero<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/nationalpark.ch\/it\/medianews\/eine-vision-fuer-die-weiterentwicklung-der-region-engiadina-bassa-val-muestair\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"it_IT\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Eine Vision f\u00fcr die Weiterentwicklung der Region Engiadina Bassa \/ Val M\u00fcstair - Parco Nazionale Svizzero\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Medienmitteilung der Region Engiadina Bassa Val M\u00fcstair\u00a0vom 9. 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