{"id":22133,"date":"2012-10-27T10:03:59","date_gmt":"2012-10-27T08:03:59","guid":{"rendered":"https:\/\/nationalpark.ch\/?post_type=forschung_cpt&#038;p=22014"},"modified":"2026-10-05T08:31:13","modified_gmt":"2026-10-05T06:31:13","slug":"2627-oktober-steinbockexperten-tagen-in-zernez-2","status":"publish","type":"medianews_cpt","link":"https:\/\/nationalpark.ch\/en\/medianews\/2627-oktober-steinbockexperten-tagen-in-zernez-2\/","title":{"rendered":"26.\/27. Oktober: Steinbockexperten tagen in Zernez"},"content":{"rendered":"<p><strong>Medienmitteilung vom 27. Oktober 2012<\/strong><\/p>\n<p>INTERREG-Projekt GREAT<br \/>\nDass die Steinbockbest\u00e4nde im Nationalpark Gran Paradiso seit fast einem Jahrzehnt r\u00fcckl\u00e4ufig sind, hat in den letzten Jahren f\u00fcr Gespr\u00e4chsstoff gesorgt. Beunruhigend an dieser Tatsache ist jedoch, dass man, obwohl lange Datenreihen vorhanden sind, keine plausible Erkl\u00e4rung daf\u00fcr findet. Vermutlich ist der R\u00fcckgang auf den Klimawandel zur\u00fcckzuf\u00fchren. Der SNP und der Nationalpark Gran Paradiso haben aus diesem Grund beschlossen, ihre Zusammenarbeit im Monitoring der Huftiere zu intensivieren und gemeinsame Auswertungen an die Hand zu nehmen. Die Basis daf\u00fcr wird im Rahmen eines INTERREG-Projekts GREAT (Grandi Erbivori negli Ecosistemi Alpini in Transformazione) gelegt. Ein wichtiger Punkt der Zusammenarbeit ist ein Parkw\u00e4chteraustausch, der den Blick \u00fcber die eigenen Parkgrenzen hinaus \u00f6ffnen soll. So weilten diesen Sommer 3 Parkw\u00e4chter aus dem SNP f\u00fcr einige Tage im Gran Paradiso zu Besuch. Im Gegenzug besuchten einige Parkw\u00e4chter aus dem Aostatal den SNP. Am 26. und 27. Oktober findet im Rahmen dieser Aktionen das Treffen des Gruppo Stambecco Europa in Zernez statt. An diesen zwei Tagen tauschen Verantwortliche aus dem ganzen Alpenraum ihre Erfahrungen im Umgang mit dieser interessanten Huftierart aus.<br \/>\nSchweizweit weist die eidgen\u00f6ssische Jagdstatistik f\u00fcr das Jahr 2011 rund 17\u2018000 gez\u00e4hlte Tiere, davon rund 7500 B\u00f6cke, 7400 Geissen und 2200 Kitze aus \u2013 ein neuer H\u00f6chststand f\u00fcr die Schweiz. Zu Beginn dieses Jahrhunderts sah die Situation noch ganz anders aus. Nach Jahrzehnten kontinuierlichen Bestandeswachstums und -stabilisation gingen um die Jahrtausendwende in vielen Steinbockkolonien die Best\u00e4nde zur\u00fcck. Die Ursache daf\u00fcr war weitgehend unbekannt. Aus diesem Grund hat das Bundesamt f\u00fcr Umwelt (BAFU) in Zusammenarbeit mit den Kantonen und Universit\u00e4ten ein Forschungsprogramm zum Steinbock von 2003 bis 2012 durchgef\u00fchrt. Ziel war es, die Einflussfaktoren auf die Bestandesentwicklung der Steinbockkolonien zu untersuchen, um so das Steinwildmanagement in der Schweiz optimieren zu k\u00f6nnen. Das Forschungsprogramm behandelte verschiedene Themen wie Genetik, Krankheiten, Fortpflanzungs- und Winter\u00f6kologie. Auch wurde der Einfluss der Jagd auf die Population untersucht. Der Steinbock ist eine gesch\u00fctzte Art gem\u00e4ss dem Bundesgesetz zur Jagd und zum Schutz der wildlebenden S\u00e4ugetiere und V\u00f6gel. Auch in der Berner Konvention ist die Art in Anhang 3 \u00abgesch\u00fctzte Arten\u00bb aufgelistet. Trotz dieses Status erlaubt der Bund die Regulierung der Best\u00e4nde. Sch\u00e4den der Forst- und Landwirtschaft durch die steigenden Steinwildbest\u00e4nde haben den Bund im Jahre 1990 dazu bewogen, die Jagd auf den Steinbock f\u00fcr die Kantone zu erm\u00f6glichen, jedoch nur unter bestimmten Voraussetzungen und unter Kontrolle des Bundes. Der Bund erh\u00e4lt j\u00e4hrlich von den Kantonen die Zahlen zu Abschusspl\u00e4nen, Abschuss- und Bestandeszahlen. Mit diesen Instrumenten soll gew\u00e4hrleistet werden, dass die Jagd nachhaltig erfolgt und die Steinbockbest\u00e4nde nicht \u00fcbernutzt werden. Aus dem zehnj\u00e4hrigen Forschungsprogramm konnten nun direkte Management-Optimierungsmassnahmen abgeleitet werden. So sollen zuk\u00fcnftig beispielsweise die \u00e4lteren B\u00f6cke (11+) vermehrt geschont, Umsiedlungen zur genetischen Auffrischung geplant oder die Konkurrenzsituation mit Schafen verbessert werden. Diese und andere vorgeschlagene Massnahmen werden in einem n\u00e4chsten Schritt mit den Kantonen diskutiert und die eidgen\u00f6ssische Steinbock-Verordnung voraussichtlich im Jahre 2014 entsprechend angepasst.<\/p>\n<p>Text: Nicole Imesh, Eidgen\u00f6ssische Department f\u00fcr Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation<\/p>\n<p><a href=\"\/tasks\/sites\/de\/assets\/File\/program_draft_GSE_4(3).pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Programm<\/a><\/p>\n<p>Weitere Informationen:<br \/>\nSCHWEIZERISCHER NATIONALPARK<br \/>\nDr. Flurin Filli, Leiter Betrieb und Monitoring<br \/>\nfilli@nationalpark.ch<br \/>\n081 851 41 11<br \/>\nwww.nationalpark.ch<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"template":"","medianews_category":[],"class_list":["post-22133","medianews_cpt","type-medianews_cpt","status-publish","hentry"],"acf":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v28.5 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>26.\/27. 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