Kleine Weltwunder

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Echt wild: Zürcher Primarschulklasse entdeckt den Schweizerischen Nationalpark

Direkt aus dem «wilden» Zürcher Langstrassenquartier in die Wildnis der Natur: Drei Tage verbrachten die Schülerinnen und Schüler der Schule Kornhaus im Schweizerischen Nationalpark, um die kleinen Weltwunder im ältesten Naturreservat der Alpen zu entdecken.

 

Im Zürcher Langstrassenquartier geht es oft wild zu und her. Das ist für die Mittelstufenklasse 2C der Schule Kornhaus nichts Neues. Aber wo Hirsche röhren, Bäume stürzen und Steinadler kreisen, da kommen selbst Grossstadtdschungel-Kenner mächtig ins Staunen. Vom Mittwoch bis Freitag machten sich die 15 Schülerinnen und Schüler im Schweizerischen Nationalpark auf die Spuren der kleinen Weltwunder. Denn nirgendwo in der Schweiz ist die Natur so sich selber überlassen und wild wie hier, wo sich nicht nur Fuchs und Hase gute Nacht sagen, sondern auch Rothirsch,  Gämse und hunderte andere heimische Tierarten.

Unterwegs mit der Park-Rangerin

Wo die Tiere zu finden und sicher zu beobachten sind, das weiss Park-Rangerin Seraina Campell. Sie hat die Schülerinnen und Schüler im Frühsommer per Videobotschaft persönlich zu sich in den Nationalpark eingeladen (https://www.kleineweltwunder.ch/detail/2760/echt-wild-zurcher-schuler-entdecken-den-nationalpark), um gemeinsam mit ihnen eine Erkundungstour durch das «echt Wilde» zu starten.

Bleibende Eindrücke

Nach der Anreise am Mittwoch erhielten die Mädchen und Jungen in der interaktiven Ausstellung im Besucherzentrum Zernez einen Einblick in die Grundidee des Nationalparks und in seine reiche Tier- und Pflanzenwelt. Am zweiten Tag nahm Seraina Campell die Klasse mit auf eine Wanderung in das Val Trupchun, das «Tal der Wildtiere». Dort entdeckten sie viele kleine Weltwunder: Sie lauschten den Brunst-Schreien der Hirsche, lernten, wie Murmeltiere sich gegen Feinde wappnen und erlebten die unberührte Pflanzen- und Tiervielfalt des Schweizerischen Nationalparks hautnah. «Es ist wahnsinnig schön, dass wir das hier erleben dürfen. Stadtkinder kennen die Natur nur auf kleinem Raum. Hier erfahren sie das echte Wilde mit seinen vielen Facetten», erzählt Susanna Roth, die Klassenlehrerin. Nach einem Tag voller neuer Eindrücke und einer weiteren Nacht im Nationalpark kehrte die Mittelstufenklasse 2C zurück nach Zürich.

Für die Schülerinnen und Schüler war diese Schulreise ein besonderes Erlebnis. «Wir haben viele Rothirsche gesehen und auch gehört, wie sie geröhrt haben. Ich habe noch nie vorher einen Hirsch gesehen», berichtet Guilio. Und Oliver ist beeindruckt: «Die Wanderung war wunderschön. Aber das Beste war, dass Frau Campell uns so viel über die verschiedenen Tiere erzählt hat». Auch für Seraina Campell war der Besuch keine alltägliche Begegnung: «Viele der Kinder haben gefragt, ob man die Tiere im Nationalpark streicheln darf. Es macht mir Freude, ihnen zu zeigen, dass die Tiere hier wirklich wild leben – nicht wie in einem Zoo.»

Link: Vollständige Medieninformation vom 29. September 2017